Arbeits- und Sozialrecht

Bald beginnen in Sachsen für tausende Schüler die Sommerferien. Einige Schüler nutzen die Gelegenheit, durch Ferienarbeit eigenes Geld zu verdienen. Zudem ergibt sich dadurch die Möglichkeit, Einblicke in den Arbeitsalltag eines Betriebes zu bekommen. Für Firmen ist Ferienarbeit wiederum eine Chance, Lücken zu füllen und gleichzeitig Interessenten für bestimmte Berufe und das Unternehmen zu gewinnen.

Aber: Beide Seiten müssen sich an Regeln halten, die der Gesetzgeber vorgibt. Dazu gehört: Unter 15 Jahren geht gar nichts. Maximal kann vier Wochen pro Kalenderjahr an je fünf Tagen pro Woche, aber nicht mehr als acht Stunden täglich und 40 Stunden pro Woche Ferienarbeit geleistet werden. Während der Nachtzeit von 20 bis 6 Uhr dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden. Handelt es sich um eine geringfügige oder kurzfristige Beschäftigung, ist der Schüler komplett von den Sozialversicherungsabgaben befreit. Wird die Grenze der Geringfügigkeit überschritten, handelt es sich um eine versicherungs- und steuerpflichtige Tätigkeit. Die Entlohnung wird zwischen Unternehmen und Ferienarbeiter geregelt. Es ist darauf zu achten, dass je nach Gewerk/Branche Besonderheiten hinsichtlich Mindestlohn und Abführung von Beiträgen an Sozialkassen zu berücksichtigen sind.

Text: HWK Dresden

01.07.2016

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