Schiffsmechaniker

Schiffsmechaniker/-in

Voraussetzung für eine Berufsausbildung zum Schiffsmechaniker/in ist zunächst ein Seediensttauglichkeitszeugnis für den Decks- und Maschinendienst. Sie umfasst ausreichende körperliche Eignung und vor allem ein den Berufsanforderungen genügendes Hör- und Seh- und Farbunterscheidungsvermögen. Das Zeugnis der Seediensttauglichkeit wird nach eingehender ärztlicher Untersuchung von einem Vertrauensarzt der Dienststelle Schiffsicherheit der BG Verkehr ausgestellt. Die Berufsausbildung erfolgt nach dem dualen Berufsbildungssystem auf der Grundlage der Schiffsmechaniker-Ausbildungsverordnung. Die praktische Ausbildung erfolgt im Brücken-, Decks- und Maschinenbereich auf Seeschiffen, die als Ausbildungsstätten von der Berufsbildungsstelle Seeschiffahrt e.V. anerkannt sind.
Der theoretische Berufsschulunterricht wird an den seemännischen Berufsschulen (Elsfleth, Lübeck-Travemünde, Rostock) in Blockform mit Internatsbetrieb vermittelt. Die Auszubildenden absolvieren im 1. Ausbildungsjahr eine überbetriebliche Ausbildung in der Brandabwehr und Rettung von zwei Wochen Dauer und der Metallbearbeitung von mindestens sieben Wochen Dauer.
Die Ausbildungsdauer von 3 Jahren kann unter bestimmten Voraussetzungen bis auf 2,5 Jahre verkürzt werden.
Seit August 2004 kann diese Berufsausbildung auch auf Schiffen unter ausländischen Flaggen durchgeführt werden, wenn die maßgeblichen Kriterien für die Eignung als Ausbildungsstätte (Schiff) erfüllt werden und auf das Berufsausbildungsverhältnis deutsches Recht angewendet wird.
Mit Abschluss und Registrierung eines Ausbildungsvertrages gehen die Vertrags-parteien – Reederei und Auszubildende/-r – gegenseitige Verpflichtungen ein, so dass hierdurch u.a. für den Auszubildenden vernünftige Rahmenbedingungen wie z.B. Vergütung, Urlaub, Sozialversicherungsschutz und Überwachung der Ausbildungsqualität gewährleistet werden.
Am Ende dieser Ausbildung steht ein staatlich anerkannter Facharbeiterabschluss. Mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zum Schiffsmechaniker werden die Voraussetzungen zum Besuch der Fachschule/Fachhochschule Nautik/Schiffsbetriebstechnik erfüllt.

Ausbildungsplätze

Zwecks Bewerbung um einen Ausbildungsplatz für die Berufsausbildung zum Schiffsmechaniker wenden Sie sich an die ausbildenden Reedereien oder an die Berufsberatungsstelle für Schifffahrtsberufe, Zentrale Heuerstelle Hamburg (ZHH).

ZENTRALE HEUERSTELLE HAMBURG
Nagelsweg 9, 20097 Hamburg
Tel. (0 40) 24 85-13 19
hamburg.heuerstelle@arbeitsagentur.de

BERUFSBILDUNGSSTELLE 
SEESCHIFFAHRT E.V.
Breitenweg 57, 28195 Bremen
Tel. (04 21) 1 73 67-0
info@berufsbildung-see.de

Fertigkeiten und Kenntnisse

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • 
Aufbau und Organisation des 
Reederei-und Schiffsbetriebes
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz 
bei der Arbeit, Erste-Hilfe-Maßnahmen
  • 
Umweltschutz und rationelle Verwendung von Energie und Materialien
  • 
Kommunikation im Schiffsbetrieb in 
deutscher und englischer Sprache
  • 
Planen und Vorbereiten von Arbeits-
abläufen sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse
  • 
Lesen, Anwenden und Erstellen von 
technischen Unterlagen
  • 
Unterscheiden, Zuordnen und Verwenden von Werk-, Hilfs- und Betriebsstoffen
  • Bearbeiten von Metallen
  • 
Instandsetzen von Maschinen und Anlagen
  • 
Handhaben, Überwachen von Schiffsbetriebssystemen im Schiffsmaschinenbetrieb
  • 
Wahrnehmen der Aufgaben im Brücken- und Wachdienst
  • 
Arbeiten mit Tauwerk
  • 
Los- und Festmachen des Schiffes
  • 
Ausführen von Konservierungs- und 
Anstricharbeiten
  • 
Ladungs- und Umschlagtechnik
  • 
Durchführen von Brandverhütungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen sowie Warten und Handhaben von Brandschutzausrüstungen, Brandabwehrgeräten und -anlagen
  • 
Durchführen von Maßnahmen vor und nach dem Aussetzen von Rettungsmitteln sowie Handhaben und Prüfen von 
Rettungsmitteln und sonst. Ausrüstung zum Rettungsdienst
  • 
Verhalten und Durchführen von Maßnahmen in Notfällen, Versorgen von Verletzten

www.berufbildung-see.de

10.02.2016

Zurück