Berufsbild-Betonfertigteilbauer

Gespritzt oder geschleudert? – Betonprofis kennen sich aus

Ausbildungsordnung zum Beruf „Betonfertigteilbauer/-in“ modernisiert

Beton ist nicht gleich Beton: es gibt ihn in einer fast schon unüberschaubaren Vielfalt, zum Beispiel als Faser-, Spritz- oder Schleuderbeton, als Straßenbeton, Sichtbeton oder auch als Beton mit besonderen Eigenschaften, zum Beispiel mit erhöhtem Säurewiderstand oder als selbstverdichtenden Beton. Es sind Betonfertigteilbauer/-innen, die sich mit diesen speziellen Betonarten bestens auskennen. Sie verarbeiten sie beispielsweise zu Gleisschwellen, Brückensockeln, Säulen, Treppen oder im Hausbau.
So werden in der Branche zunehmend hochmoderne Bewehrungsmaterialien aus Carbonfasern eingesetzt. Betonfertigteilbauer/-innen müssen künftig nicht nur Schalungen und Formen aus Holz herstellen und verwenden können, sondern auch solche aus Kunststoff oder Metall. Auch Kenntnisse über vorgefertigte Systemschalungen, die in der Branche verstärkt zum Einsatz kommen, werden jetzt in der Ausbildung vermittelt.
Mit der Modernisierung des Berufs „Betonfertigteilbauer/-in“ geht gleichzeitig auch die Trennung von dem bis dahin mit ihm verbundenen Ausbildungsberuf „Betonstein- und Terrazzohersteller/-in“ einher, der ebenfalls modernisiert wurde und der zudem die neue Berufsbezeichnung „Werksteinhersteller/-in“ erhält. Die Auszubildenden beider Berufe können aber weiterhin gemeinsam die Fachklassen in Bayreuth, Eilenburg, Gelsenkirchen und Ulm besuchen. Ein Besuch der örtlichen Berufsschule im Berufsfeld „Bauwirtschaft“ im ersten Lehrjahr ist möglich. n

25.01.2016

Zurück